
Ein Name, der Raum schafft

Warum ich unter einem Pseudonym schreibe
Vielleicht möchtest du wissen, weshalb ich unter einem Pseudonym schreibe, vielleicht ist es dir auch nicht gleich aufgefallen.
Warum schreibe ich nicht einfach unter meinem eigenen Namen?
Die Antwort darauf ist gar nicht so leicht in einen einzigen Satz zu packen.
Denn der Name Anna Meinich ist kein Zufall.
Eins voraus: Ich möchte mich nicht verstecken
Ein Pseudonym wirkt zunächst so, als würde jemand etwas verbergen wollen.
Bei mir ist es genau andersherum.
Das Schreiben über persönliche Erfahrungen braucht für mich einen gewissen Abstand. Einen kleinen Zwischenraum zwischen dem, was ich erlebt habe, und dem Menschen, der meine Worte liest.
Mein Pseudonym schafft diesen Raum.
Es ermöglicht mir, über Dinge zu schreiben, die mir persönlich nahe sind, ohne dass mein heutiges Leben ständig Teil dessen werden muss, was ich erzähle.
Ich möchte mein eher zurückgezogenes und beschauliches Leben schützen.
Nicht, weil ich mich verstecken möchte.
Sondern weil ich in diesem geschützten Raum schreiben kann.
Was mein Name mit mir zu tun hat
Anna Meinich ist nicht einfach ein Name, der irgendwann gut klang.
Vor- und Nachname haben für mich eine unmittelbare persönliche Bedeutung und eine tiefe Verbindung zu meiner eigenen Person.
Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum sich dieser Name für mich nicht fremd anfühlt.
Er ist ein anderer Name.
Und trotzdem bin ich es.
Ein anderer Name – und trotzdem ich
Mein Weg zu diesem Pseudonym ist nicht erst mit meinem zweiten Buch entstanden.
Beim ersten Buch war ich noch nicht so weit, mich für ein Pseudonym zu entscheiden. Trotzdem habe ich bereits in der dritten Person geschrieben.
Beim zweiten Buch war die Entscheidung dann bewusst.
Ich wollte schreiben.
Und ich wollte mich dabei gleichzeitig schützen.
Denn wenn man persönliche Erfahrungen und das eigene Erleben in Worte fasst, entsteht etwas sehr Persönliches.
Das möchte ich teilen können.
Aber auf meine Weise.
Vielleicht denkt der ein oder andere nun, dass geht doch bestimmt auch anders? Also doch verstecken!
Warum ich trotzdem sichtbar sein möchte
Ich bin kein Mensch, der besonders gern im Mittelpunkt steht.
Ich suche nicht das Rampenlicht und werde es auch sicherlich nicht mehr suchen in diesem Leben.
Trotzdem gibt es Dinge, die ich weitergeben möchte.
Wissen.
Erfahrungen.
Gedanken, die vielleicht auch für einen anderen Menschen interessant oder hilfreich sein können.
Und deshalb bedeutet ein Pseudonym für mich nicht, unsichtbar zu werden.
Im Gegenteil.
Es ist der Raum, aus dem heraus ich mich zeigen kann!
Ich möchte mich nicht hinter einem Pseudonym verstecken.
Ich möchte mich auf meine Weise zeigen.
Vielleicht ist das die eigentliche Antwort auf die Frage, warum ich unter einem Pseudonym schreibe.
Nicht, weil ich weniger sichtbar sein möchte.
Sondern weil ich so die Freiheit habe, mich auf meine eigene Art zu zeigen.
Als


